Chobe River und Viktoriafälle

Montag, 21.05.2018

Am Samstag sind wir dann von der Ndovu Lodge in Divundu zum Chobe River Camp direkt an der Grenze zu Botswana noch auf namibischer Seite gefahren. Die Wege zu den Lodges sind immer gut ausgeschildert, aber plötzlich standen wir dann vor dem Schild, das uns sagte, dass die Straßenverhältnisse schlecht seien und deshalb die Zufahrt gesperrt ist. Man möge die angegebene Nummer anrufen. Das haben wir dann brav gemacht und uns wurde mitgeteilt, dass wir unser Auto einen halben Kilometer weiter bei der Polizeistation stehen lassen sollten und ein Wagen uns holen würde. Etwas skeptisch ließen wir das Auto zurück und begaben uns samt Gepäck in den Safariwagen. Dieser fuhr dann in die namibische Grenzstation und zur Brücke, die beide Länder trennt. Mitten auf der Brücke wurden wir dann „rausgeworfen“ und wir mit Gepäck in ein Boot verfrachtet. Die Anfahrt per Boot zum Camp/Lodge kannten wir ja schon von Ndovu, jedoch war diese Anfahrt eine Nummer wasserlastiger. Mit einem Motorboot und 20 Mann (Fotogruppe mit entsprechendem Equipment und Wettfotografieren während der Überfahrt —> ich dachte die eine Dame fällt gleich aus dem Boot, weil sie sich mit ihrer Kamera über die nicht EU-höhengenormte Brüstung lehnte) fuhren wir zur Rezeption. Die „Luxuszelte“, in denen wir übernachteten, standen auf Stelzen, jedoch waren diese ebenfalls nur per Boot von der Rezeption aus zu erreichen. Uns wurde gesagt, dass es alle zehn Jahre etwa so viel Regen hat, was dann eine solche Überschwemmung zur Folge hat. Wir haben es genossen, das Zelt war sehr schön und wirklich luxuriös. Während im Zelt nebenan Harald von der Fotogruppe zur Bootstour abgeholt wurde, haben wir einen rauswarmen Weißwein auf unserer Veranda vor dem Zelt getrunken, auf das Schwemmgebiet um den Chobe rüber nach Botswana geschaut und Elefanten und Büffel erspäht. Zum Abendessen wurden wir selbstverständlich wieder per Boot geholt und auf selbem Weg zurück zur Schlafstätte gebracht. Während des (leckeren) Abendessens mit Springbock tauschte die Fotogruppe nebenan ihre Bilder und Erfahrungen aus und diskutierte darüber, wer nun auf Facebook ist und wessen WhatsApp Kontakt man noch nicht hat. Wir waren froh, dass wir nur zu zweit fahren und keine Gruppe und entsprechenden Guide (Typ Tauchlehrer mit umfassender Ortskenntnis auf zu viel Red Bull). Über Guidin Ute müssen wir bei unserer Rückkehr dann persönlich berichten (Stichwort „Trüffeln“).

Nach leider nur einer Übernachtung ging es dann endlich nach Botswana und es stellte sich an der Grenze heraus, dass wir das Papier bisher gar nicht gebraucht haben, für unser Visum nichts zahlen mussten, Äpfel nicht einführen dürfen und der Grenzbeamte Christoph liebt (erst „I like you“ später „I Love you“). Wenn man freundlich ist, sind die auch freundlich, man sollte aber nicht gerade in Eile sein, weil die offenbar einfach Smalltalk machen wollen. Ohne Äpfel ging es durch die Transitroute durch den Chobe Nationalpark nach Kasane. Für 50 Kilometer haben wir mit dem Grenzprozedere und der vorherigen Bootsfahrt zum Auto, das zum Glück noch an der Polizeistation stand, knapp 3 Stunden gebraucht. Die Lodge in Kasane ist nun für drei Nächte unsere Station. Gestern Abend haben wir nach einem kurzen Besuch im Pool noch einen Game Drive (Tierbeobachtungsfahrt) in den Chobe gemacht. Da wir nur zu zweit waren, hatten wir den Guide und das Safariauto für uns alleine! Gesehen haben wir viele Elefanten, Büffel, Giraffen und Antilopen aber leider keine Löwen. Dafür wurden wir von einem entgegenkommenden Safariauto mit einer Gruppe Japanern fotografiert.

Heute waren wir dann den ganzen Tag auf einer Tour zu den Viktoriafällen. Das Grenzprozedere nach Simbabwe war wieder etwas zäh, aber die Fälle entschädigen für alles und irgendwie gehört das Drumherum ja auch zum Erlebnis hier. Etwas unterschätzt haben wir allerdings die Tatsache, dass man an Wasserfällen nass werden kann. Wir waren mit Regenjacke und Cape ausgestattet, was jedoch gerade mit Glück den Bereich zwischen Oberschenkel und Bauchnabel trocken gehalten hat. Die Fälle haben gerade den Höchststand an Wasser und entsprechenden Sprühnebel, der an manchen Stellen aber einem Starkregen aus allen Richtungen gleicht. Der Wasserfall ist wirklich unbeschreiblich und unser Guide Emanuel hat uns bestens durch den Tag geführt. Nun sind wir wieder zurück im Hotel und saumüde. Morgen wollen wir uns selbst mit dem Mietwagen in den Chobe Park wagen. Allerdings hat es dort nur unbefestigte Wege und viel Sand. Übermorgen geht es dann nach Nata, wo wir aber eigentlich nur übernachten, bevor es dann nach Maun und zum Okavango-Delta geht. 

 

 

Caprivi- das andere Namibia

Freitag, 18.05.2018

Nach unserem Hickhack mit dem Crossborder-Permit sind wir nun in der Nähe von Divundu, einem Ort, der im Grunde nur aus einer Straßenkreuzung besteht mit einer Tankstelle. Das Permit, das man benötigt, um mit dem Mietwagen nach Botswana zu fahren, hat uns leicht nervös gemacht, weil wir es nicht hatten. Nach diversen Telefonaten mit dem Reisebüro und Europcar wurde uns mitgeteilt, dass wir das Papier in Rundu zu unserer Lodge gebracht bekommen. An der Rezeption hat uns die vermutlich Chefin mitgeteilt, dass das Büro von Europcar in Rundu seit einer Weile schon geschlossen hat und sie uns versichern kann, dass niemand von Europcar kommen wird um irgendetwas vorbei zu bringen. Wir etwas verdattert, drehen uns um und hinter uns steht ein junger Herr mit einem Europcar-Klemmbrett in der Hand. Ich schaue zur Chefin (sie völlig fassungslos), schaue wieder zum Europcar-Menschen und wir sind happy (Christoph und ich, nicht der Europcar-Mann und ich, wobei er auch happy war, als wir dann so happy waren, ihn zu sehen). Jedenfalls haben wir jetzt (hoffentlich) alles, um nach übermorgen nach Botswana zu fahren. 

Unsere Fahrt von Etosha nach Rundu war schon sehr spannend. Von den insgesamt 450 Kilometern waren ca. 250 nur eine Straße immer geradeaus (Grootfontein-Rundu). Auf der Strecke zwischen Grootfontein und Rundu kommt etwa auf der Hälfte eine Seuchenkontrolle und Polizeistation mitten im Nirgendwo. Und danach fängt das „richtige“ Afrika an. Häuser am StraßenrandEs ist wirklich unglaublich: überall kleine Ansiedlungen von Hütten, Ziegen auf der Straße, Rinder an der Straße, Kinder, die zur Schule laufen, usw. Die Landschaft wird zunehmend grüner und in Rundu hatten wir dann eine Lodge mit Blick auf den Okavango-Fluss, der dort Namibia von Angola trennt. Dort haben wir dann unsere Erste Bootstour in den Sonnenuntergang gemacht. Gestern sind wir dann, wie schon eingangs geschrieben, nach Divundu gefahren zur Ndovu Lodge. Wirklich spektakulär war schon die Anreise dorthin ab Divundu, da die Lodge noch etwa 10 km außerhalb liegt. Auf einer Schotterpiste ging es querfeldein bis wir auf einmal vor Wasser standen. Ich hab zu Christoph gesagt, er soll umdrehen, weil wir bestimmt falsch sind. Dann kam ein Kerl auf uns zu, der meinte, ob wir zur Ndovu-Lodge wollen. Wir bejaht, durften unser Auto dort neben ein paar Geländewägen abstellen. Mit einem Floß wurden wir dann samt Koffern über das von der Regenzeit überschwemmte Gebiet ca. 10 Minuten zur Lodge gebracht. Allein die „Überfahrt“ war sehr schön! „Taxi“ zur LodgeAm Ufer haben dann Frauen Kleider gewaschen und Kinder gebadet.

In der Lodge selbst ist gerade viel im Umbruch und eine halbe Baustelle, weil sie seit 1. Mai neue Besitzer hat, drei Deutsche. Ralf ist seit 18 Jahren in Namibia und hat zuvor als Tourguides gearbeitet. Er räumt den Laden hier ordentlich auf, überall wird gearbeitet, aber das stört (uns) nicht weiter. Es ist umso interessanter beim Abendessen (alle gemeinsam) den Berichten von Ralf zu lauschen und Tipps zu bekommen. So waren wir heute im Mahango Game Reserve. Ein ganz kleiner Nationalpark quasi direkt neben der Lodge und haben wieder viele Tiere gesehen. Im Gegensatz zu Etosha ist hier alles sehr grün und feucht.  Christoph am Okavango-Fluss

Gestern haben wir von unserer Lodge aus über dem Fluss eine Herde Elefanten gesehen und heute Nacht kamen an unserem Zelt die Nilpferde vorbei. Man hört sie sogar grunzen. Nach dem Abendessen wird man dann mit Taschenlampe zum ZElt gebracht, damit nichts passiert.

Sonnenuntergang bei der Bootsfahrt bei Divundu Bootsfahrt

Morgen geht es dann weiter an die Grenze zu Botswana und übermorgen wissen wir, ob das mit dem Permit geklappt hat ;-)

Tiere!!!

Mittwoch, 16.05.2018
  1.  Am Wasserloch in Halali Nashörner in Otjiwa Strauße Suchbild Nach der Im Okaukuejo Camp Lodge sind wir zum Etosha NP gefahren und waren dort vorgestern und gestern im Auto auf Pirsch. Am Montag haben wir Elefanten, Zebras, Giraffen und ganz viele Vögel gesehen (Christoph wollte mir immer die Vögel erklären und sie später abfragen aber für mich waren alles Vögel... Riesentrappe, Sekretär,...). Abends haben wir innerhalb des Parks im Camp Okaukuejo übernachtet. Das Camp hat ein eigenes Wasserloch und dort haben wir den Sonneruntergang bei Savannas (Cider) angeschaut. Einfach großartig. Später kamen dort bei Dunkelheit dann fünf bis sechs Nashörner vorbei und haben getrunken. Gestern haben wir dann richtig Glück gehabt. Morgens haben wir drei Löwinnen im Gras chillen gesehen. Später haben wir eine Autotraube gesehen. Im Etosha total unüblich, da sieht man viel seltener Autos als im Krüger. Und da waren dann Leoparden. Wir haben halt gar nichts gesehen außer Bäumen. Aber dann, ganz weit hinten durch das Fernglas konnte man ein totes Impala im Baum hängen sehen. Und dann kamen auf einmal zwei Leoparden den Baum hoch geklettert und haben da abgehangen. Mittags haben wir im Camp Halali Pause gemacht und dort dann Elefangen am Wasserloch gesehen. Ganz nah, sodass man sogar das Schnauben der Rüssel beim Wasser einsaugen hören konnte. 

Ein kleines Problemchen haben wir aber dann derzeit doch: uns fehlt die Cross Border Permit, damit wir mit unserem Auto nach Botswana können. Da ist was schief gelaufen... Jedenfalls haben wir es zum Glück jetzt schon bemerkt, mit dem Reisebüro in Deutschland telefoniert, die mit Europcar und nun versuchen die uns die Unterlagen per Mail an eine Lodge zu schicken. Wir hoffen, dass das alles klappt. 

Gut angekommen

Sonntag, 13.05.2018

Nach zehn Stunden Flug sind wir gut in Windhoek angekommen. Nach anfänglicher Verwirrung weil unsere Voucher nicht wie angekündigt am Flughafen waren hat sich doch alles geklärt. Die Voucher waren bei unserer ersten Unterkunft wie sich nach zwei Telefonaten rausstellte. Nach drei Stunden Fahrt Rochtung Norden kamen wir auch gut gegen die Mittagszeit in der Otjiwa Lodge an, konnten die schöne Unterkunft noch genießen und hatten abends gleich noch einen super Game Drive im die Lodge umgebenden Revier, mit toller Landschaft Jede Menge Antilopen, Löffelhunden und Nashörnern!!!

 

 

Reisevorbereitung

Donnerstag, 10.05.2018

Wir packen!! Am Samstag geht es von Frankfurt nach Windhoek, da nehmen wir unser Auto in Empfang und fahren direkt 250 km zur ersten Lodge (Otjiva Safari Lodge). Am zweiten Tag fahren wir zur Etosha-Pfanne und übernachten dort einmal im Westen und einmal im Osten.

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